es ist schon seltsam, wie schnell sich immer alles überlagert, aber vielleicht muss man das positiv sehen: es bleibt nur, was für speicherungswürdig erachtet wird, von welchen zellen auch immer das entschieden wird. der ganze stress zum beispiel schon während des tags, fast zu spät zum bahnhof. und dann noch schlecht geträumt, ein zugunglück, die waggons sprangen vor landeck wegen einer mure aus den gleisen, die lokomotive rutschte mit den beiden vorderen waggons den steilhang hinunter, der nächste waggon verbog sich unter dem gewicht der abwärts ziehenden last, bevor sich die verankerung löste. als sie es schließlich tat, ging ein ruck durch den zug, die drei abgerissenen einheiten überschlugen sich, das licht geht aus, ich werde durch das abteil geschleudert, meine schulter schlägt am gepäckregal hart auf, ich sehe schwarz und dann nichts mehr. ich wache auf, irgendwo tropft wasser, jemand schreit.
nächster halt: innsbruck hauptbahnhof. bedröppelt frühstück gekauft und auf die uni marschiert, gedruckt und durchgelesen. kaffee mit jp. und dann zum prof. danach ins literaturhaus und überall hallo. sehr interessant, die gesichter zu den blog-pseudonymen kennen zu lernen.
assotsiationsklimbim war im stress und machte zirkeltraining: vorne aufstehen, nach hinten laufen, beim zurück über das projektorkabel steigen und wieder setzen. von vorne. froh gewesen, dass er und nicht ich rennen musste. kurz panik, wegen mitschnitthaftem vorlesen, weil lesung selber ganz anders verstanden, von
boombaye beruhigt worden, die dann im kollektiv lesend wirklich wunderbar harmonierten und gute, lesetaugliche auswahl. selber dran. besonders lustig, wie das, was man selber über taratorka geschrieben hat, von der moderatorin her klang. auftritts-fazit: immerhin getraut. besonders schön: die
konsumkinder waren unterhaltsam, eigentlich bloguntypisch vom stil her. etwas wie
fex ist mir beim bloggen noch nie untergekommen, das war ein aha. interessante zugänge etwa von
lotman kennen gelernt und neues über blogs.
schafferers und
brainfarts texte könnten auch sonst wo stehen, das waren nicht unbedingt blogtexte, gesamt trotzdem gefallen. schade, dass
nichtmaedchen „nur“ inkognito da war und nicht gelesen hat.
tscheburaschka mag ich ja schon länger (nicht wegen des ebenfalls russischen pseudonyms, mehr weil mir der stil gefällt, wobei lotman ganz recht hat, wenn er sagt, dass die blogstimme und die reale nicht immer oder meistens nicht zusammenpassen. vielleicht ist das ganz gut so, bei mir jedenfalls). die herren
assotsiationsklimbim und
creekpeople sowieso auch gut (wenn ich dem creekpeople auch noch immer etwas böse bin, weil er mich wegen meiner nervosität aufgezogen hat). eigentlich waren alle gut, weil so unterschiedlich und so individuell und anders, also einfach gut eben, nein großartig. danke, dass ich dabei sein durfte.